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Städteinfos Mexiko - Mérida

Die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán wurde 1542 von dem spanischen Eroberer De Montejo, genannt „El Mozo“, auf den Überbleibseln der Maya-Siedlung Tihó gegründet. Mérida stellte nicht nur politisch, sondern auch militärisch und wirtschaftlich einen Mittelpunkt auf der Halbinsel Yucatán dar. Mitte des 19. Jahrhunderts erlangte die Stadt durch den Handel mit Sisal großem Reichtum, von dem auch heute noch prunkvolle Stadtresidenzen, Parks und der Paseo de Montejo zeugen. Heute stellen die verarbeitende Industrie und der Tourismus die größte Einnahmequelle der Stadt dar. Mérida wird auch als die weiße Stadt, die Ciudad Blanca, bezeichnet. Dies ist auf den weißen Kalkstein zurückzuführen, aus dem viele Gebäude errichtet wurden.

Für Besucher bietet Mérida ein vielfältiges kulturelles Programm. Täglich finden Konzerte, Tanz-vorführungen und Folklore-Veranstaltungen statt, die meist kostenlos besucht werden können.

Im Stadtzentrum, rund um den Zocaló oder die Plaza de la Independencia  findet man die Sehenswürdigkeiten von Mérida: Hier stehen die Wahrzeichen der geistlichen und politischen Macht. An der Ostseite des Platzes sieht man die älteste  Kathedrale Nordamerikas, el Catedral San Ildefonso, die in nur 37 Jahren Bauzeit errichtet wurde. Es handelt sich um einen imposanten Bau, dessen symmetrische Fassade drei Renaissance-Portale schmücken. Gegenüber befindet sich der Palacio Municipal.  Ein zweigeschossiger Bau mit Glockenturm von 1735, der im Stil der Spanischen Eroberer errichtet wurde und auch maurische Einflüsse zeigt. Die Südseite des Platzes wird durch das Haus des Stadtgründers Francisco de Montejo de León bestimmt. Es gilt als ältestes Gebäude der Stadt und wird heute von der Banamex genutzt. Auf der gegenüberliegende Seite stehen einige  Gebäude der Regierungsgewalt.

Nördlich des Zocaló können am Paseo de Montejo prachtvolle Stadthäuser aus der Sisal-Zeit und Art déco Architektur bewundert werden. In diesem Teil der Stadt steht auch das anthropologische Museum. Das Museum zeigt frühgeschichtliche Funde und Gegenstände von diversen Maya-Stätten.

Hotels und Restaurants und viele internationale Hotels befinden sich entlang des Paseo de Montejo. Die Hotels im Zentrum sind meist in alten Kolonialgebäuden untergebracht. Das Angebot an Restaurants bietet für jeden Geschmack etwas. Auch yukatekische Speisen, wie z. B. pollo pibil (Hühnerfleisch in scharfer Soße) stehen auf den Speisekarten.

Auch für Nachtschwärmer hat Mérida eine Menge zu bieten. Abgesehen von den vielen Musik- und Tanzveranstaltungen, die nahezu täglich stattfinden, sorgt ein großes Angebote an Diskos, Bars, Kinos und Clubs für Unterhaltung. Vor allem in der Calle 60 werden Tanzfreudige auf ihre Kosten kommen.

Verkehrsmittel/Verkehrsanbindung/ Ausflugsziele

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich gut zu Fuß erreichen. Zahlreiche Stadtbusse und weiße VW-Colectivos stehen zur Verfügung um in der Stadt herum zu kommen. Eine gemütliche Alternative sind die calesas  (Pferdekutschen), die ihre Standplätze am Zocaló (Calle 61) und am Parque St. Lucia haben.

Von Mérida aus existieren Busverbindungen in alle Richtungen. Die Busterminals der ersten und zweiten Klasse befinden sich in der Calle 69 und 70. Nach Chichén Itzá gelangt man schneller mit den Bussen der 1. Klasse. In die nähere Umgebung z. B. nach Celstún verkehren auch colectivos, die am Parque de San Juan zwischen Calle 62 und 64  abfahren.

Acht Kilometer südwestlich der Stadt liegt der Flughafen Manuel Cresencio Rejón, von dem Verbindungen mit der Aerocaribe und Mexicana nach Tikal, Costa Rica, Guatemala, Manuagua, Salvador und Copán bestehen.

Die Stadt eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Maya-Stätten von Chichén Itzá und Uxmal oder zur Flamingo-Kolonie von Celestún. Südlich von Mérida erstreckt sich die Sierra Puuc, in der man weitere Stätten wie Kabáh, Sayil oder Labná findet. Interessant sind auch die Sisal-Haciendas Yaxcopoil und Ochil sowie die "Ruta de los Conventos". Neben Klöstern und Kirchen sieht man bei dieser Rute kleine Städtchen und Cenotes.

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