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Mystisches Mexiko - Gruppenreise in Mexiko

Stationen der Reise


Palenque
Campeche
Mérida
Celestún
Chichén Itzá
Tulúm

El Palacio von Palenque Im Zentrum von Campeche

Palenque

Der Ort Santo Domingo de Palenque wurde im Jahr 1564 gegründet. Hier findet man heutzutage nichts weiter, außer viele Touristen, die sich in die Umgebung aufmachen, und wechselnde Unterkünfte, Restaurants sowie Touranbieter. Dafür sind die Ausflugsziele um so schöner. Die Ruinen der alten Mayastadt Palenque, die sich einige Kilometer außerhalb des Ortes befinden, sind wohl die sehenswertesten überhaupt – vor allem was das Ambiente betrifft. Hier können Sie in einer bezaubernden Dschungelkulisse die Welt der Maya erkunden und dabei den Brüllaffen lauschen. Die eindrucksvollsten aller klassischen Mayastätten im Süden Mexikos sind eingebettet in tropischen Regenwald. Dieser verbirgt noch immer einen großen Teil der schätzungsweise 500 Gebäude, die nach und nach freigelegt werden. Seit den frühen Achtzigern ist Palenque als Nationalpark unter Schutz gestellt und trägt außerdem den Status des UNESCO-Weltkulturerbes. Früher einmal von zinnoberrot angestrichenen Gebäuden und Stuckreliefs geprägt, hinterlässt die Architektur auch heute noch im Gegensatz zu anderen Mayastädten einen offeneren Eindruck. Der Tempel der Inschriften, in dessen Inneren sich das Grab des Herrschers Pascal des Großen befindet, gilt als eines der bekanntesten Monumente der Maya, aber auch der Rest der Anlage ist mehr als sehenswert.
So gelten die Wasserfälle Agua Azul als die schönsten Mexikos. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Stop am Misol-Há-Wasserfall kombinieren. Bei beiden Wasserfällen lässt sich ein kühles Bad genießen, bei letzteren, den höchsten Mexikos, sogar hinter die Wasserwand schauen.

Campeche

Nachdem der Seefahrer Hernández de Córdoba durch die Maya eine Niederlage erlitt, gründete Francisco de Montejo, „El Mozo“, am 04.10.1540 die Stadt Campeche bei der alten Mayasiedlung Ah Kin Pech und schuff dadurch das Zugangstor für die spanischen Eroberungen der Halbinsel. Der Hafen Campeches war lange der einzige von Yucatán und enorm wichtig für die Europäer. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Stadt immer wieder von Piraten heimgesucht, weshalb eine gewaltige Verteidigungsmauer errichtet wurde, die sich über eine Länge von etwa 2.5 km erstreckte. Ein Zugang zur Stadt war nur noch durch gesicherte Stadttore möglich und die Wachtürme machten die Stadt uneinnehmbar. Eine solche Anlage ist in Mexiko etwas sehr besonderes. Die Einzigartigkeit des Stadtkerns wurde mit der Erklärung zum UNESCO Weltkulturerbe honoriert.
Heute sind in den Baluartes, den Wachtürmen, teils Museen angesiedelt und auch die Stadtmauer lässt sich besteigen. Wenn man nicht gerade am Malecón der Stadt, an der Promenade am Meer, entlangschlendert, sollte man durch das liebevoll erhaltene Zentrum bummeln. Wenn man keine Lust auf das geschäftige Treiben hat, das am frühem Abend in der Stadt aufkommt, kann man sich zum Beispiel bei einem Glas Wein mit Blick auf die Kathedrale entspannen. Besonders schön ist diese in nächtlicher Beleuchtung.

 

Kathedrale von Mérida Aussichtsturm in Celestún

Mérida

Mérida, die weiße Stadt, ist Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán und eine der sehenswertesten und schönsten Kolonialstädte der Halbinsel. Viele Gebäude wurden aus vormals weißem Kalkstein erbaut, daher der Beiname. Die Stadt wurde am 06.01.1542 auf den Resten einer Maya-Siedlung gegründet, die durch den spanischen Eroberer „El Mozo“, Sohn des gleichnamigen Francisco de Montejo y León, der voher sein Glück im südlichen Mexiko versuchte. Das Machtzentrum der Halbinsel erlangte 1618 Stadtrecht und wurde so direkt der spanischen Krone unterstellt. Von den später erbauten sieben Torbögen, die die Stadtgrenzen markierten, sind heutzutage noch drei erhalten. Typisch für Mérida und Umgebung ist die agarveähnliche Faser Sisal, zur damaligen Zeit ein enorm wichtiges Handelsgut für die Herstellung verschiedener Produkte wie Seile oder Teppiche. Noch heute kann man Sisal-Haciendas besichtigen und sich über die Verarbeitung informieren.
Die Großstadt Mérida hat einige architektonische Highlights zu bieten. Man sollte rund um den Hauptplatz, den Zócalco, schlendern und dort die Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert und die umgebenden Kolonialbauten bewundern. Ebenfalls für seine Architektur bekannt ist der Paseo de Montejo, entlang dessen man Herrenhäuser und Prachtbauten findet. Ansonsten findet man in Mérida eine reichhaltige Mischung aus Kunsthandwerk sowie Bekleidungsgeschäften, Restaurants und Cafés in einer sehr lebhaften Umgebung, in der man aber auch Nischen auf Plätzen zum Verweihlen findet.

Celestún

Celestún bedeutet „bemalter Stein“ und ist ein ruhiges Fischerdörfchen mit etwa 5 000 Einwohnern an der Golfküste Mexikos. Es befindet sich ca. 95 km westlich von Mérida und liegt direkt am Meer auf einer langgestreckten Landzunge. Celestún ist vor allem für sein Biosphärenreservat bekannt, das im Jahr 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde, und stellt damit einen idealen Urlaubsort abseits des Massentourismus dar. In dem ca. 59.000 Hektar großen Naturschutzgebiet „Parque Natural Ría Celestún“ finden Naturliebhaber eine einmalige Flora- und Faunadiversität vor.
Besucher können eine Bootsfahrt durch die atemberaubenden Mangrovenwälder unternehmen. Mangroven (manglares) sind salztolerante und immergrüne Pflanzen in Buschform, die oft ganze Wälder bilden. Während einer Tour, die kurz hinter der Straßenbrücke Richtung Ort aus startet, kann man eine Vielzahl an Vogelarten beobachten. Besonders faszinierend sind die pinkfarbenen Flamingos, von denen man die meisten in der Zeit von März bis August sehen kann, weil die Tiere dann ihre Nester verlassen. Während der Tour, die ca. 2-3 Stunden dauert, kann man viele weitere Tierarten sehen, die teilweise vom Aussterben bedroht sind. Sie starten zunächst per Kanu durch den dichten Mangrovenwald, in dem tagsüber Krokodile unter den Wurzeln schlafen. Aber keine Angst, sie haben davon selbst zu viel, als dass sie sich hervorwagen würden. Sie sollten besonders im August aufgrund der vielen Moskitos vorher Schutzmittel auftragen. Danach geht es weiter zu Fuß zu den Beobachtungspunkten für die Futterstellen der Flamingos. Vorher wird man Sie mit Ferngläsern ausstatten, damit Sie die Avifauna bestaunen können. Abschließend geht es mit dem Rad zum Ausgangspunkt zurück.

 

Der Tempel des Kukulkán in Chichén Itzá Felsformationen am Strand von Tulúm

Chichén Itzá

Chichén Itzá ist eine der größten und am besten erhaltenen Ruinenstätten Yucatáns und liegt ca. 120 km östlich von Mérida entfernt. Es war etwa 1.000 Jahre lang ein bedeutendes wirtschaftliches, politisches und religiöses Zentrum. Eine der Besonderheiten der 1988 zum Weltkulturerbe erklärten, zu den neuen Weltwundern zählenden und hervorragend restaurierten Stätte ist die Verbindung von Maya- und Toltekenkultur, welche sich besonders in der ca. 30 m hohen Pyramide des Kukulkán - auch El Castillo genannt - widerspiegelt. Besichtigen Sie außerdem den Ballspielplatz, der an den Seiten durch 8 m hohe Mauern eingerahmt wird, die Gruppe der 1.000 Säulen, die Cenote Sagrado, in der von Archäologen viele Opfergaben gefunden wurde, den Kriegertempel Templo de los Guerreros mit seinen mit Maskenreliefs geschmückten Säulen, das Observatorium El Caracol und den Convento de las Monjas. Zweimal im Jahr - zur Sommer- und Wintersonnenwende - können Sie hier in einmaliges Schauspiel erleben: In der Abenddämmerung taucht der Schatten einer Schlange an der Pyramide des Kukulkán auf, die den Treppenaufgang hinunter zu kriechen scheint.

Tulúm

Als Tulúm werden drei verschiedene Dinge bezeichnet. Zum einen benennt es den Straßenort, dann die zahlreichen Strandcabañas, die entlang der Küste angesiedelt sind, wie auch die Ruinen der angeblich meistbesuchten Mayastätte der Welt. In Yucatekisch bedeutet Tulúm Mauer oder Wall, da die alte Stadt von drei Seiten von einer Mauer umgeben ist. Vormals hieß der Ort zamá (Sonnenaufgang oder Morgenröte). Funde belegen, dass die Stadt mindestens im Jahre 564 bestanden hat. Ihre Hochzeit war allerdings die Nachklassik von 1200 bis 1400 n.Chr. Tulúm war eine wichtige Verbindung zwischen See- und Binnenhandel und eine der am längsten bestehenden Städte der Maya an der Küste. Entdeckte Gegenstände belegen, dass die zur See fahrenden Maya mit Ihren Kanus sagenhafte Strecken zurücklegten und sogar bis nach Costa Rica und Panama vordrangen. Durch Leuchtfeuer, wie auch im Castillo von Tulúm, fanden sie ihren Weg entlang der Küste. Von den Spaniern wurde die Stadt 1544 erobert. Später, im Kastenkrieg, fungierte sie außerdem als Zufluchtsort der Maya.
Tulúm Pueblo, der Ort selbst, bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Hier findet man entlang der Hauptstraße die zahlreichen Touristenshops und Restaurants. Der Ort bietet vor allem Geschäfte, in denen sich zu erhöhten Preisen das gesamte Warenangebot an Souvenirs erstehen lässt, das die Riviera Maya zu bieten hat. Die Sehenswürdigkeit schlechthin sind natürlich die Ruinen. Die meistefotografierteste Mayastätte der Halbinsel besticht vor allem durch ihre Lage am traumhaften, türkisen Wasser der Karibischen See. An drei Seiten von einer über vier Meter hohen Mauer umgeben, öffnet sich die Stadt zur See und schließt eine Bucht mit paradisieschem Strand ein, an dem man während einer Besichtigung der gut 50 Bauten eine Pause machen und sich im Meer erfrischen kann. Weiterhin berühmt ist Tulúm aber für seine traumhaften Strände. Nördlich und südlich der Ruinen erstrecken sich zahlreiche Hotels, die im Süden vor allem Bungalows von günstig bis teuer anbieten. Sie können hier aber auch einfach nur die weißen Sandstrände unter wogenden Palmen genießen, an denen es sich im vorgelagerten Riff hervorragend Schnorcheln lässt.

 

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