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Maya Klassiker - Gruppenrundreise Mexiko
Stationen der Reise
Playa del Carmen
Tulúm
Palenque
Campeche
Mérida
Chichén Itzá
Ek Balam
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Playa del Carmen
Als Playa del Carmen noch Xaman-Há hieß („der heilige Platz am Wasser“), war hier wohl das komplette Gegenteil des heutigen Orts vor zu finden. Während einer langen Zeit bis in die 70er Jahre wohnten hier nur einige Fischer in einem ruhigen Örtchen. Heutzutage handelt es sich um das bedeutenste Touristenzentrum an der Riviera Maya nach Cancún und zählt etwa 150 000 Einwohner. Die touristische Prägung der Stadt ist ziemlich extrem, trotzdem ist das Straßenbild nicht durch riesige Hotels geprägt. Die Entwicklung schreitet noch immer voran, allerdings wird die Größe der Bauten beschränkt, so dass sich der Touristenrummel durch eine harmonisch gestaltete fünfte Avenida schlängelt. Playa del Carmen ist komplett auf Aktivitäten des Strandurlaubs ausgerichtet, bietet eine Vielzahl von Restaurants und Bars, aber auch eine gute Ausgangsposition, um von hier aus das Hinterland zu erkunden sowie Tagestouren nach Cozumel oder Tulúm zu unternehmen. Die Strände sind attraktiv, breit und bestehen aus weißem Korallensand. Hier finden sich zahlreiche Strandbars und –Clubs, tagsüber teils auch etwas nettere, ruhigere Musik. Nachts geht man besonders in der 12. Straße zwischen Strand und 10er Avenida aus. Hier sind die Straßen ziemlich überfülllt. Entlang der 5ten Avenida findet man weitere Bars. Einige der Hauptaktivitäten in „Playa“ sind das Tauchen, Schnorcheln und weitere Wassersportarten.
Tulúm
Als Tulúm werden drei verschiedene Dinge bezeichnet. Zum einen benennt es den Straßenort, dann die zahlreichen Strandcabañas, die entlang der Küste angesiedelt sind, wie auch die Ruinen der angeblich meistbesuchten Mayastätte der Welt. In Yucatekisch bedeutet Tulúm Mauer oder Wall, da die alte Stadt von drei Seiten von einer Mauer umgeben ist. Vormals hieß der Ort zamá (Sonnenaufgang oder Morgenröte). Funde belegen, dass die Stadt mindestens im Jahre 564 bestanden hat. Ihre Hochzeit war allerdings die Nachklassik von 1200 bis 1400 n.Chr. Tulúm war eine wichtige Verbindung zwischen See- und Binnenhandel und eine der am längsten bestehenden Städte der Maya an der Küste. Entdeckte Gegenstände belegen, dass die zur See fahrenden Maya mit Ihren Kanus sagenhafte Strecken zurücklegten und sogar bis nach Costa Rica und Panama vordrangen. Durch Leuchtfeuer, wie auch im Castillo von Tulúm, fanden sie ihren Weg entlang der Küste. Von den Spaniern wurde die Stadt 1544 erobert. Später, im Kastenkrieg, fungierte sie außerdem als Zufluchtsort der Maya.
Tulúm Pueblo, der Ort selbst, bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Hier findet man entlang der Hauptstraße die zahlreichen Touristenshops und Restaurants. Der Ort bietet vor allem Geschäfte, in denen sich zu erhöhten Preisen das gesamte Warenangebot an Souvenirs erstehen lässt, das die Riviera Maya zu bieten hat. Die Sehenswürdigkeit schlechthin sind natürlich die Ruinen. Die meistefotografierteste Mayastätte der Halbinsel besticht vor allem durch ihre Lage am traumhaften, türkisen Wasser der Karibischen See. An drei Seiten von einer über vier Meter hohen Mauer umgeben, öffnet sich die Stadt zur See und schließt eine Bucht mit paradisieschem Strand ein, an dem man während einer Besichtigung der gut 50 Bauten eine Pause machen und sich im Meer erfrischen kann. Weiterhin berühmt ist Tulúm aber für seine traumhaften Strände. Nördlich und südlich der Ruinen erstrecken sich zahlreiche Hotels, die im Süden vor allem Bungalows von günstig bis teuer anbieten. Sie können hier aber auch einfach nur die weißen Sandstrände unter wogenden Palmen genießen, an denen es sich im vorgelagerten Riff hervorragend Schnorcheln lässt.
Palenque
Der Ort Santo Domingo de Palenque wurde im Jahr 1564 gegründet. Hier findet man heutzutage nichts weiter, außer viele Touristen, die sich in die Umgebung aufmachen, und wechselnde Unterkünfte, Restaurants sowie Touranbieter. Dafür sind die Ausflugsziele um so schöner. Die Ruinen der alten Mayastadt Palenque, die sich einige Kilometer außerhalb des Ortes befinden, sind wohl die sehenswertesten überhaupt – vor allem was das Ambiente betrifft. Hier können Sie in einer bezaubernden Dschungelkulisse die Welt der Maya erkunden und dabei den Brüllaffen lauschen. Die eindrucksvollsten aller klassischen Mayastätten im Süden Mexikos sind eingebettet in tropischen Regenwald. Dieser verbirgt noch immer einen großen Teil der schätzungsweise 500 Gebäude, die nach und nach freigelegt werden. Seit den frühen Achtzigern ist Palenque als Nationalpark unter Schutz gestellt und trägt außerdem den Status des UNESCO-Weltkulturerbes. Früher einmal von zinnoberrot angestrichenen Gebäuden und Stuckreliefs geprägt, hinterlässt die Architektur auch heute noch im Gegensatz zu anderen Mayastädten einen offeneren Eindruck. Der Tempel der Inschriften, in dessen Inneren sich das Grab des Herrschers Pascal des Großen befindet, gilt als eines der bekanntesten Monumente der Maya, aber auch der Rest der Anlage ist mehr als sehenswert.
So gelten die Wasserfälle Agua Azul als die schönsten Mexikos. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Stop am Misol-Há-Wasserfall kombinieren. Bei beiden Wasserfällen lässt sich ein kühles Bad genießen, bei letzteren, den höchsten Mexikos, sogar hinter die Wasserwand schauen.
Campeche
Nachdem der Seefahrer Hernández de Córdoba durch die Maya eine Niederlage erlitt, gründete Francisco de Montejo, „El Mozo“, am 04.10.1540 die Stadt Campeche bei der alten Mayasiedlung Ah Kin Pech und schuff dadurch das Zugangstor für die spanischen Eroberungen der Halbinsel. Der Hafen Campeches war lange der einzige von Yucatán und enorm wichtig für die Europäer. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Stadt immer wieder von Piraten heimgesucht, weshalb eine gewaltige Verteidigungsmauer errichtet wurde, die sich über eine Länge von etwa 2.5 km erstreckte. Ein Zugang zur Stadt war nur noch durch gesicherte Stadttore möglich und die Wachtürme machten die Stadt uneinnehmbar. Eine solche Anlage ist in Mexiko etwas sehr besonderes. Die Einzigartigkeit des Stadtkerns wurde mit der Erklärung zum UNESCO Weltkulturerbe honoriert.
Heute sind in den Baluartes, den Wachtürmen, teils Museen angesiedelt und auch die Stadtmauer lässt sich besteigen. Wenn man nicht gerade am Malecón der Stadt, an der Promenade am Meer, entlangschlendert, sollte man durch das liebevoll erhaltene Zentrum bummeln. Wenn man keine Lust auf das geschäftige Treiben hat, das am frühem Abend in der Stadt aufkommt, kann man sich zum Beispiel bei einem Glas Wein mit Blick auf die Kathedrale entspannen. Besonders schön ist diese in nächtlicher Beleuchtung.
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Mérida
Mérida, die weiße Stadt, ist Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán und eine der sehenswertesten und schönsten Kolonialstädte der Halbinsel. Viele Gebäude wurden aus vormals weißem Kalkstein erbaut, daher der Beiname. Die Stadt wurde am 06.01.1542 auf den Resten einer Maya-Siedlung gegründet, die durch den spanischen Eroberer El Mozo, Sohn des gleichnamigen Francisco de Montejo y León, der voher sein Glück im südlichen Mexiko versuchte. Das Machtzentrum der Halbinsel erlangte 1618 Stadtrecht und wurde so direkt der spanischen Krone unterstellt. Von den später erbauten sieben Torbögen, die die Stadtgrenzen markierten, sind heutzutage noch drei erhalten. Typisch für Mérida und Umgebung ist die agarveähnliche Faser Sisal, zur damaligen Zeit ein enorm wichtiges Handelsgut für die Herstellung verschiedener Produkte wie Seile oder Teppiche. Noch heute kann man Sisal-Haciendas besichtigen und sich über die Verarbeitung informieren.
Die Großstadt Mérida hat einige architektonische Highlights zu bieten. Man sollte rund um den Hauptplatz, den Zócalco, schlendern und dort die Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert und die umgebenden Kolonialbauten bewundern. Ebenfalls für seine Architektur bekannt ist der Paseo de Montejo, entlang dessen man Herrenhäuser und Prachtbauten findet. Ansonsten findet man in Mérida eine reichhaltige Mischung aus Kunsthandwerk sowie Bekleidungsgeschäften, Restaurants und Cafés in einer sehr lebhaften Umgebung, in der man aber auch Nischen auf Plätzen zum Verweihlen findet.
Chichén Itzá
Chichén Itzá ist eine der größten und am besten erhaltenen Ruinenstätten Yucatáns und liegt ca. 120 km östlich von Mérida entfernt. Es war etwa 1.000 Jahre lang ein bedeutendes wirtschaftliches, politisches und religiöses Zentrum. Eine der Besonderheiten der 1988 zum Weltkulturerbe erklärten, zu den neuen Weltwundern zählenden und hervorragend restaurierten Stätte ist die Verbindung von Maya- und Toltekenkultur, welche sich besonders in der ca. 30 m hohen Pyramide des Kukulkán - auch El Castillo genannt - widerspiegelt. Besichtigen Sie außerdem den Ballspielplatz, der an den Seiten durch 8 m hohe Mauern eingerahmt wird, die Gruppe der 1.000 Säulen, die Cenote Sagrado, in der von Archäologen viele Opfergaben gefunden wurde, den Kriegertempel Templo de los Guerreros mit seinen mit Maskenreliefs geschmückten Säulen, das Observatorium El Caracol und den Convento de las Monjas. Zweimal im Jahr - zur Sommer- und Wintersonnenwende - können Sie hier in einmaliges Schauspiel erleben: In der Abenddämmerung taucht der Schatten einer Schlange an der Pyramide des Kukulkán auf, die den Treppenaufgang hinunter zu kriechen scheint.
Ek Balam
Noch rollen in dieser Maya-Stadt keine vollbesetzen Touristenbusse an, weshalb die Stätte seinen eigenen Zauber bewahrt hat. Der Ek Balam, der schwarze Jaguar, war eigentlich der Herrscher über die Stadt, die den Namen Tiquibalon trug. Die Hauptgebäude liegen innerhalb einer Fläche von einem Quadratkilometer, umringt von einem doppelten Ringwall. Die Hochzeit der Städte kann auf 700 – 1000 n.Chr. datiert werden, in der End- und Postklassik. Der Zugang befindet sich auf der Südseite. Der Stuckdekor der 30 Meter hohen Hauptpyramide ist erstaunlich gut erhalten, wie sonst nichts aus der Mayazeit, und weist Vollplastiken auf. Auch ist die Mischung der Baustile in Ek Balam sehr ungewöhnlich und geben Forschern ein Rätsel auf.
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